Dienstag, 21. Juli 2015

Direkt vom Planeten Udopia im Frankfurter Waldstation gelandet: Udo Lindenberg, König der Panikrepublik

Am Samstag war es endlich soweit, die ganze Vorfreude auf dieses Konzert war mehr als begründet. Im Rahmen seiner Stadiontournee gastierte Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester und vielen Freunden in Frankfurt, nach Hannover und Berlin, der Abschluss – das Grande Finale.


Bülent Ceylan


 

 
Ankunft aus Udopia
 
Normalerweise sollte man sich mit Superlativen zurückhalten, doch dieser Auftritt war kein Konzert, es war eine Mega-Show vor ausverkauftem Haus (45.000 Menschen) und eine gemeinsame 3-stündige Feier der kompletten  Panikfamilie.

Helge Schneider
Der mittlerweile 69- jährige Udo Lindenberg scheint auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen, er füllt mit Leichtigkeit Stadien, an denen andere junge Stars scheitern und stellt mit erheblichem Aufwand eine Show zusammen, welche wir selbst als regelmäßige Konzertbesucher, bis dato noch nicht gesehen haben.


Der oftmals als Vater des Deutschrocks titulierte Udo schafft es bereits mit den ersten Liedern sein Publikum in den Bann zu ziehen und eine familiäre Beziehung zwischen Publikum und dem Sänger herzustellen. Er schwelgt in Nostalgie – als er Frankfurt erklärt, es sei schon immer die „Panikhauptstadt“ gewesen.


Er erinnere sich an Orte, wie das Cooky’s, die Batschkapp, den Jazzkeller und u.a. die erste große Rock-Revue in der Festhalle. Seit über 40 Jahren steht der Mann seither auf der Bühne. Viele der Weggefährten  des Panikorchesters, welches ihn immer begleitet, sind ebenso lange dabei und auch ihnen merkt man keine Müdigkeit an.

Mr. Eric Burdon

Das Publikum an diesem Abend war bunt gemischt – von jung bis alt, alles war vertreten – wie Udo zu sagen pflegt, die „Bunte Republik Deutschland“.  Unter den Freunden, die Udo an diesem Abend unterstützten waren Bülent Ceylan (Einheizer), Clueso (Cello), Eric Burdon (We gotta get out of this place), Josephin Busch (Mädchen aus Ost-Berlin), Jan Delay, Adel Tawil, Helge Schneider, ein Kinderchor (Wozu sind Kriege da?), u.a.

Udo und Eric

In der 3-stündigen Show wurden viele altbekannte Songs vorgetragen, wie z.Bsp.  Hinterm Horizont, Sonderzug nach Pankow,  Honky Tonky Show, Andrea Doria, Der Greis ist heiß, … Nach 33 Alben ist das Repertoire auch entsprechend groß und die Auswahl schwierig. Wir empfanden die Auswahl gelungen und es war für jeden etwas dabei, die Stimmung ausgezeichnet von der 1. bis zur letzten Minute.

Adel Tawil

Für uns bleibt als Fazit festzuhalten, wenn einer in der Szene von sich behaupten kann, „Ich mach mein Ding“ dann ist dieses Udo Lindenberg, der sich über all die Jahrzehnte nie verbogen hat, oft tot gesagt und dennoch lebendiger als je zuvor.


Wir sagen Danke an alle Mitwirkende dieser Show,  für einen außergewöhnlichen Abend und sind froh, dass wir diesem Ereignis beiwohnen durften. In diesem Sinne, bleibt nur zu hoffen, dass Udo seine panische Reise niemals beenden wird.

Finale


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