Donnerstag, 2. April 2015

Wieso kommt an Ostern der Hase und bringt Eier?

Hierfür gibt es einige Erklärungen und wie immer fängt eine im Mittelalter an. Die Bauern mussten Pachtzinsen zahlen. Da Geld meist nicht oder wenig vorhanden war, wurde mit Naturalien bezahlt und zwar mit Eiern und erlegten Hasen. Stichtag für die Pachtzinsen war der Gründonnerstag und da für die Katholiken während der Fastenzeit das Essen von Eiern nicht gestattet war, gab es genügend Eier, die während der Fastenzeit gekocht und aufbewahrt wurden. An Ostern wurden die restlichen Eier bemalt und verschenkt.
 
 
Das Ei an sich hat eine lange u.a. christliche Tradition. Es  ist das Symbol für den Beginn eines neuen Lebens, was wiederum zu Ostern und der Auferstehung Christi passt. Bemalte Eier wurden auch als Grabbeigabe in die Gräber gelegt.

Eine andere Geschichte ist die eines Arztes aus dem 17. Jahrhundert, der erklärte, dass der Osterhase von Eltern erfunden wurde, um den Kindern zu erklären, wie die Eier in die Nester kommen. Da der Hase schneller ist als jedes Huhn, wurde er auch nie gesehen, als er die Eier in die Nester legte. Womöglich basiert hierauf der Erklärungsversuch, dass die Hasen im Frühling in die Dörfer kamen zur Futtersuche. Nach einem langen Winter gab es im Wald kein oder nur noch wenig Futter, so dass die Hasen in die Dörfer ausweichen mussten. Da Hasen sehr scheue Tiere sind, hat man sie selten gesehen  und ihnen untergejubelt, dass sie zeitgleich die Ostereier mitbringen.
Wenn wir an Ostern zahlreiche bemalte Ostereier geschenkt bekommen, bleibt sicherlich das eine oder andere Ei übrig. Aus diesen könnte man einen schmackhaften Salat zubereiten, z.B. einen klassischen Eiersalat oder auch einen Thunfischeisalat.

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